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Langfristige Mietverhältnisse gehen vor Rendite

Für die privaten Vermieter sind langfristige Mietverhältnisse wichtiger als hohe Renditen. Das zeigt eine repräsentative Vermieterbefragung von Haus & Grund.

Ein zentraler Punkt der Befragung sind Angaben zur Häufigkeit der Mieterhöhungen. In 48 Prozent der erfassten Mietverhältnisse hat im gesamten Mietzeitraum keine Mieterhöhung stattgefunden und knapp gut ein Viertel erhöht die Miete ausschließlich dann, wenn ein Mieterwechsel stattfindet. Die Studienergebnisse zeigen auch, dass durchschnittlich bundesweit seit 5,3 Jahren keine Mieterhöhung ausgesprochen wurde. Private Vermieter sind tendenziell an einer langfristigen Vermietung ihrer Immobilie interessiert und streben ein faires Vermieter-Mieter-Verhältnis an. Mieter leben im Durchschnitt knapp 12 Jahre in einer Wohnung. Die Befragung ergab zudem, dass die Miethöhe pro Quadratmter 0,3 Prozent im Durchschnitt unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Je länger ein Mietverhältnis besteht, desto niedriger ist die Miete im Vergleich zu der ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Mieterhöhungen fallen demnach eher moderat aus oder liegen bei langen Mietverhältnissen sogar 8 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. In deutschen Metropolen steigt zwar die Höhe der Miete, was jedoch auf der Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zurückzuführen ist und sich auf einige In-Quartiere bezieht.

Bezüglich des Modernisierungsverhaltens sind die Ergebnisse der Befragung ein wenig überraschend. Die Antworten zeigen, dass jährlich zwischen 2 und 4 Prozent der Wohnungen modernisiert werden - also deutlich mehr als das häufig genannte eine Prozent. Die meisten Modernisierungsvorhaben wurden entweder als Komplettmodernisierung durchgeführt oder betrafen mit der Heizung, den Fenstern oder dem Dach Gebäudeteile, die die energetische Beschaffenheit des Gebäundes verbessern.

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